Christian Postel ist neuer Geschäftsführer der HCD Consulting. Im Interview für unseren Blog erklärt er, was für ihn die HCD auszeichnet, welche langfristige Vision er gemeinsam mit Gründer Alexander Jauns verfolgt und was es mit unserem internen “Fitnessprogramm” im Bereich Aruba auf sich hat.


Foto: Ricarda Hager

Bitte stelle dich einmal kurz für uns vor, Christian:

Christian: Ich bin Christian Postel und beschäftige mich seit vielen Jahren mit IT-Infrastruktur, Netzwerken und Cyber Security. Mich reizt vor allem, komplexe Themen so herunterzubrechen, dass sie für Unternehmen echten Mehrwert bringen – sei es durch mehr Effizienz, bessere Sicherheit oder ganz neue digitale Möglichkeiten.

Geprägt hat mich dabei schon früh mein Wirtschaftsinformatik-Studium: IT ist für mich kein Selbstzweck, sondern soll Dinge möglich machen und echten Nutzen stiften. Wenn ich nicht gerade mit Technologie zu tun habe, bin ich am liebsten unterwegs. Ich reise gerne und habe eine besondere Schwäche für die Küche Südeuropas. Den nötigen Ausgleich finde ich auf dem Rennrad oder beim Laufen.

Wie bist du zur HCD gekommen?

Christian: Das war tatsächlich eher ein Zufall. Ich kannte die HCD zunächst nicht, habe dann aber Alex, den Gründer, kennengelernt. Wir hatten direkt einen sehr guten Draht zueinander und schnell war klar: Wir wollen gemeinsam etwas machen.

Parallel habe ich mich in meinem Netzwerk über HCD informiert. Besonders hängen geblieben ist die Aussage: ‘Das ist ein Unternehmen, bei dem ein Handschlag noch zählt’. Diese Kombination aus Vertrauen, Unternehmenskultur und gleichzeitig großem Wachstumspotenzial hat mich überzeugt. HCD steht an einem Punkt, an dem der nächste Entwicklungsschritt ansteht – und genau daran möchte ich aktiv mitwirken.

IT wird oft als notwendiges Übel betrachtet. Wie schafft ihr es, daraus etwas zu machen, das eure Kunden wirklich begeistert?

Christian: Das hängt stark von der Perspektive ab. IT kann trocken wirken – oder ein echter Enabler für Innovation sein. Unser Ansatz ist klar: Wir machen sichtbar, was mit IT möglich ist. Das kann ganz konkret sein, zum Beispiel ein verbessertes Einkaufserlebnis im stationären Handel durch smarte Netzwerklösungen. Oder wir schaffen die Grundlage dafür, dass Unternehmen moderne Anwendungen – etwa im Bereich Künstliche Intelligenz – stabil und performant betreiben können.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Vernetzung: Viele unserer Kunden nutzen IT, um Maschinen, Standorte und Systeme sicher, schnell und effizient miteinander zu verbinden. Wenn IT reibungslos funktioniert und echten Mehrwert liefert, wird sie nicht mehr als notwendiges Übel wahrgenommen – sondern als strategischer Erfolgsfaktor.

Wo siehst du aktuell die größten Herausforderungen für Unternehmen im Bereich IT-Infrastruktur?

Christian: Aktuell sehen wir mehrere parallele Herausforderungen. Klassisch sind weiterhin Themen wie Lieferzeiten und Preisschwankungen bei Hardware – das hat direkten Einfluss auf Projekte. Gleichzeitig stehen viele Unternehmen vor einem technologischen Umbruch: Neue Anwendungen, insbesondere im Bereich Künstliche Intelligenz, stellen ganz andere Anforderungen an Infrastruktur und Netzwerke.

Hinzu kommen Fachkräftemangel und steigende Komplexität. Systeme werden leistungsfähiger, aber auch anspruchsvoller im Betrieb. Viele Unternehmen müssen deshalb ihre Strategien überdenken – sowohl technisch als auch organisatorisch. Bei diesen aufgezeigten Beispielen sind wir als verlässlicher Partner seit mehr als zehn Jahren bekannt.

Ein Begriff, der immer wieder fällt, ist ‘Zero Trust’. Was bedeutet das konkret? Und welche drei Tipps würdest du Unternehmen mit auf den Weg geben?

Christian: ‘Zero Trust’ bedeutet im Kern: Vertraue nichts und niemandem automatisch – überprüfe alles. Jeder Zugriff wird hinterfragt, unabhängig davon, ob er aus dem internen Netzwerk oder von außen kommt.

Der größte Angriffsvektor ist dabei nach wie vor erstaunlich simpel: Phishing, kompromittierte Zugangsdaten oder unsichere Endgeräte. Selbst etablierte Anwendungen können Einfallstore sein.

Hier sind meine konkreten Empfehlungen für Unternehmen:

  1. Identitäten in den Mittelpunkt stellen: Wer greift worauf zu? Klare Rollen, Multi-Faktor-Authentifizierung und konsequentes Identity Management sind essenziell.
  2. Transparenz und Monitoring verbessern: Unternehmen müssen wissen, was in ihrem Netzwerk passiert – in Echtzeit. Je schneller ein Angriff erkannt wird, desto geringer der Schaden.
  3. Schnelle Reaktionsfähigkeit sicherstellen: Es reicht nicht, Angriffe zu erkennen – entscheidend ist, wie schnell Gegenmaßnahmen greifen. Idealerweise sprechen wir hier von Minuten, nicht von Tagen oder Wochen.

Welche Ziele hast du dir für 2026 für die Entwicklung der HCD Consulting gesteckt?

Christian: Ein zentrales Ziel für 2026 ist unser internes „Fitnessprogramm“ im Bereich Aruba. Als etablierter Partner mit höchster Zertifizierungsstufe im Juniper-Umfeld wollen wir unser Portfolio gezielt erweitern und sinnvoll ergänzen.

Dabei geht es uns nicht nur um neue Technologien, sondern vor allem um konkreten Mehrwert für unsere Kunden – etwa durch Lösungen in den Bereichen Network Access Control, SD-WAN oder Security Service Edge (SSE).

Unser Anspruch ist es, technologisch breit aufgestellt zu sein und gleichzeitig in den einzelnen Bereichen echte Tiefe zu bieten. Da unsere Kunden in der gesamten DACH-Region aktiv sind, ist es für uns entscheidend, unsere Kompetenzen länderübergreifend verfügbar zu machen. Ergänzend setzen wir auf ausgewählte Partnerschaften, die unser Portfolio sinnvoll abrunden und uns ermöglichen, noch ganzheitlichere Lösungen anzubieten.

Und wie sieht deine langfristige Vision für das Unternehmen aus?

Christian: Die HCD hat eine besondere Kultur. Die Leidenschaft, das Engagement und auch eine gewisse positive ‘Craziness’ im Team sind Dinge, die uns auszeichnen – und die wir unbedingt bewahren wollen. Langfristig möchten wir unser bestehendes Leistungsportfolio erweitern und unsere Kompetenzen beispielsweise in den Bereichen Netzwerk und Cyber Security kontinuierlich ausbauen. Dabei geht es nicht nur um Technologie, sondern vor allem um Vertrauen, Qualität und nachhaltige Kundenbeziehungen. Mit einem geschärften Managed Services Portfolio werden wir in der Lage sein, weitere Verantwortung für unsere Kunden im gesamten Lifecycle zu übernehmen. 

Unser Ziel ist es, weiter zu wachsen – ohne dabei unsere Identität zu verlieren.